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Lahnuferreinigung 2022 und Ärger um illegale Reusen

Landrat Michael Köberle (l) und Vorsitzender Sascha Gronau begrüßen die Angler

Fische verenden in den illegalen Reusen (Foto: SAV Limburg)

20 Kubikmeter Müll wurden gesammelt (Foto: SAV Limburg)

Zwei Jahre fand keine Lahnuferreinigung durch den Sportanglerverein Limburg 1909 e.V. (SAV Limburg) aufgrund von Corona statt. Umso mehr kam am Samstag bei der Lahnuferreinigung zusammen. Am Ende kamen drei Container, also über 20 Kubikmeter Müll zusammen.

Rund vier Stunden waren die 120 Angler an der Lahn sowie den Zuflüssen Elb-,Ems- und Wörsbach unterwegs. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie von 20 Helfern der Pfadfindergruppe Royal Rangers. Nachdem der SAV Limburg zwei Jahre auf jegliche Veranstaltungen verzichtete, freuten sich die Mitglieder, wieder zusammenzukommen.

 

Danke für das Engagement

Bereits am Samstagmorgen um 8 Uhr bedankte sich Landrat Michael Köberle für das Engagement der Angler für die Flora und Fauna. Beim Schutz der Natur und der Vermeidung von Müll sei die Kontinuität wichtig und er freue sich, dass die Angler die Lahnuferreinigung wieder angehen. Zwei Jahre sei dies nicht möglich gewesen. Der Vorsitzende Sascha Gronau begrüßte ebenfalls die Anwesenden, bevor diese sich von Steeden bis zur Höhe Schloss Oranienstein und an den Nebenflüssen verteilten. Rund 56 Kilometer sind die Mitglieder des SAV am Morgen abgelaufen und haben Müll in großen blauen Müllsäcken eingesammelt. Was zu groß für die Müllsäcke war wie ganze Tische, Matratzen, Autoreifen oder Plastikfässer, wurde der Stadt gemeldet und an den Rand von Wegen aufgestellt. Die Mitarbeiter der Stadt haben den zusammengetragenen Müll eingesammelt und am Ende des Tages zur Kreisabfalldeponie nach Beselich gefahren.

Am Morgen äußerte sich Gronau noch dahingehend, dass er gespannt sei, was durch die Uferreinigung an Müll zusammenkommt. Es sei ja doch einiges liegengeblieben. Zwar hätten die Angler in den letzten zwei Jahren auch immer wieder Müllsäcke mitgenommen und wenn sie angeln waren, nebenbei Müll eingesammelt. Aber dennoch waren dies nicht so konzentrierte Aktionen wie die Lahnuferreinigung jedes Frühjahr.

Für den Verein ist diese Aktion zudem der Auftakt für wieder mehr Veranstaltungen, die in den letzten beiden Jahren alle nicht stattgefunden haben. Das hatte auf den Verein erstmal wenig Auswirkungen. Sie hatten sogar Zulauf, weil auch während der Pandemie angeln möglich war und es ein Hobby in der Natur ist. Die Kurse für den Angelschein werden inzwischen online angeboten, nur die Prüfung fand in Präsenz statt, so dass es in diesem Bereich geringe Einschränkungen gab. Dennoch fehlten die Veranstaltungen für das gesellige Miteinander und auch die Ausbildung im Jugendbereich. Daher möchte der SAV Limburg jetzt wieder losgelegen und hat einiges geplant.

 

Illegales Fischen

Der Verein kam recht gut durch die Pandemie und die Angler freuten sich, auch mal wieder zusammen etwas zu unternehmen. Mit mehr Müll hatten sie gerechnet, da ja zwei Jahres nichts stattfand. Doch leider ärgern sie sich seit einiger Zeit über illegales Fischen. Bereits in den letzten Wochen haben sie einige Reusen – gekaufte sowie auch welche Marke Eigenbau – aus der Lahn geholt. Diese illegalen Reusen haben Mitglieder des Vereins aus den Gewässer geholt. Teilweise waren noch Fische in ihnen drin, die laut einem Angler “nicht mehr gut aussahen”. Sie verheddern sich in den Maschen, leiden unter Stress und verenden sehr unschön. Das habe mit Angeln nichts mehr zu tun.

Sascha Gronau ging darauf ein und erklärte, dass der Verein dies im Blick behalten möchte und wenn sie jemanden dabei erwischen, würden sie dieses Verhalten zur Anzeige bringen. Der Einsatz von Reusen sei nur mit Genehmigung gestattet und zu Forschungszwecken. Aber zum Angeln sei dieser Einsatz nicht erlaubt, so Gronau. Hierbei handelt es sich um kein banales Vergehen, sondern gehört zur Fischwilderei, was mit Freiheitsentzug von zwei Jahren oder einer Geldstrafe bis zu 5.000 Euro bestraft werden kann. Daher rät er allen, die Angeln möchten, sich an einen Sportangelverein zu wenden und das Hobby legal zu betreiben.


(Bericht hl-jounal vom 21.03.2022, Keihe Lachnit, Quelle: https://hl-journal.de/lahnuferreinigung-und-aerger-um-illegale-reusen/?fbclid=IwAR1uqsQY1tUpbBKK3-kG3irtGzBz6QwjS0lJ4XhvmBzuiNkMEq873Bi8Lko)